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Besondere Zeiten – besondere Aktivitäten

In gewöhnlichen Zeiten engagieren sich viele Ehrenamtliche vor allem im persönlichen Kontakt mit Bewohnern aus dem Westfalenfleiß-Wohnverbund. Sie lesen ihnen etwas vor, sie gehen mit ihnen spazieren, sie begleiten sie in ihrer Freizeit. Dann kam Corona! Von jetzt auf gleich musste in den Häusern zur Ansteckungs-Vermeidung ein angeordnetes striktes Besuchsverbot umgesetzt werden. Die Ehrenamtlichen konnten so ihre gewöhnlichen Aktivitäten nicht mehr ausüben. „Ich wollte mich aber trotzdem weiterhin nützlich machen“, sagt Doryn Herbst, die in der Wohnstätte Telgte als Freiwillige tätig ist. 

Da kam die Anfrage von Westfalenfleiß gerade recht. Es wurden Menschen gesucht, die das Team der Westfalenfleiß-Näherei unterstützen, um für die Mitarbeitenden, die Beschäftigten und die Bewohner Mund-Nase-Masken zu nähen. Zehn nähbegeisterte Frauen folgten dem Aufruf, nahmen ein oder mehrere Pakete mit Stoffen und Bändern samt Nähanleitung entgegen und setzten sich zu Hause an die Nähmaschine. „So schwer war das gar nicht“, berichtet Doryn Herbst, „und es macht ein gutes Gefühl.“ 

Auch bei Karin Kinzinger ratterte die Nähmaschine. „Ich freue mich, dass ich etwas für die Menschen bei Westfalenfleiß tun kann. Dafür habe ich mir gerne die Zeit genommen“, teilt sie mit. Fleißig genäht haben auch Kim Fitzpatrick, Elisabeth Lange, Gilla Hähnel-Pinger, Annegret Meckmann, Maria Michael, Heike Stokkelar, Mechthild Steffens und Paulina Tütt. Zusammen haben sie rund 300 Masken fertig gestellt. 

Mechthild Steffens ist in `normalen´ Zeiten als Beschäftigte in der Westfalenfleiß-Näherei tätig. Sie wollte in der Zeit des Betretungsverbotes der Werkstatt nicht untätig zuhause herumsitzen. So hat sie sich sozusagen im `Homeoffice´ an der Masken-Näh-Aktion beteiligt. Darüber hinaus hat sie auch für die Uniklinik Münster und für Seniorenheime genäht: „Nähen macht mir einfach Spaß. Und wenn ich damit etwas Gutes tun kann, umso mehr“, lacht sie. 

Marlies Goebel, Beschäftigte der Grünwerkstätten, hatte ganz unabhängig vom Aufruf der Westfalenfleiß GmbH die Idee, die Zeit zu nutzen, um für ihre Mitbewohner im Appartementhaus am Alberloher Weg Masken zu nähen. „Den Stoff und die Bänder haben die Mitarbeiter mir aus ihren Beständen mitgebracht. 30 Stück habe ich schon geschafft und es werden noch mehr“, sagt sie stolz.

Eine ganz andere Idee, sich in Corona-Zeiten zu engagieren hatte Dirk Backendorf: „Vor Corona war ich jeden Dienstagvormittag als `Märchen-Onkel´ in der Wohnstätte am Münnichweg. Als das nicht mehr ging, kam ich auf die Idee, Videos aufzunehmen. Nach Abklärung, wie das hygienetechnisch machbar ist, werfe ich jetzt ab und zu eine DVD mit Märchen und anderen Geschichten in den Briefkasten am Münnichweg. Mit Unterstützung durch die Mitarbeitenden können die Bewohnerinnen und Bewohner die Videos dann auf ihren Geräten anschauen und anhören. Ich hoffe, damit ein bisschen Abwechslung zu bringen, und freue mich, wenn so der Kontakt nicht ganz abreißt“. 

Ein gemeinsames Bild zu malen ohne direkten Kontakt zueinander – das hat sich Barbara Röttgermann überlegt: „Ich engagiere mich gewöhnlich zusammen mit weiteren Ehrenamtlichen und mit Bewohnerinnen der Wohnstätte Telgte im inklusiven Kirchenkaffeeteam. In der Corona-Zeit gestalten wir nun mit den Bewohnerinnen gemeinsam ein Bild. Das Bild wird weitergereicht von Person zu Person, sodass kein direkter Kontakt stattfindet und somit kein Infektionsrisiko besteht.“ Besondere Zeiten machen erfinderisch!

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