„Was ist das hier für ein schönes Fleckchen Erde"...

„Die Schulung war klasse, wir haben viel gelernt“, sind sich die Mitglieder der fünf stadtteilbezogenen Bewohnerbeiräte des Westfalenfleiß-Wohnverbundes einig. Insgesamt 21 Menschen mit Behinderung wurden von sechs Beiratsassistenten an zwei Tagen geschult.

Am ersten Schulungstag befassten sich die Teilnehmer mit der „Bewohner-Beirats-Jahres-Mappe“, in der regelmäßig dokumentiert wird, womit sich die Bewohnerbeiräte das ganze Jahr über beschäftigt haben. „Die Aufteilung der Mappen ist nun ordentlicher und übersichtlicher“, freut sich Walburga Langes. Damit könne man nun viel besser arbeiten.

Was ist Gewalt? Wo habe ich schon einmal Gewalt erlebt? Wie erkenne ich als Bewohner Gewalt? Was können wir als Bewohnerbeiräte unternehmen, wenn unsere Mitbewohner von Gewalt betroffen sind? Wie können wir uns vor Gewalt schützen? – Das waren einige der Fragen, mit denen sich die gewählten Vertreter der Bewohner am zweiten Schulungstag auseinander gesetzt haben.

„Wir Mitarbeiter beschäftigen uns im Wohnverbund gerade mit dem Aufbau eines systematischen Gewaltmanagements“, erläutert Wohnbereichsleiterin, Rebecca Schäfer. „Da ist es extrem wichtig, auch die Bewohner zum Thema Gewalt zu sensibilisieren. Wir möchten den Blickwinkel der Bewohner, ihre Meinungen und Erfahrungen von Anfang an in das Managementsystem mit einfließen lassen. Und da die Bewohnerbeiräte als Sprachrohr für ihre Mitbewohner fungieren, war uns diese Schulung ungeheuer wichtig“, so Rebecca Schäfer weiter.

Bewohnerin, Anke Bördemann, bestätigt das: „Wir finden es gut, über Gewalt zu sprechen. Vor allem ist uns wichtig, wie wir uns davor schützen können – und dazu haben wir in Form einer Ideensammlung und in Rollenspielen heute einige Tipps erarbeitet.“

Am Ende der Schulung überreichte Rebecca Schäfer jedem Teilnehmer ein Zertifikat. „Dass wir alle in Frieden miteinander leben können und keiner Angst haben muss, das ist uns im Wohnverbund ganz wichtig. Sie als Bewohnervertreter haben da eine entscheidende Rolle. Sie machen eine sehr wichtige Arbeit und ich weiß, dass Sie in diese Schulung viel Zeit investiert haben“, bedankte sie sich – auch im Namen von Geschäftsführerin, Gerda Fockenbrock - für das Engagement der Gremienvertreter.

Diese wiederum machen sich schon Gedanken über ihre Schulung im nächsten Jahr. Fast alle Anwesenden sprachen sich dafür aus, sich 2019 intensiv mit den Themen „Streitschlichtung“ und vor allem „Streitvermeidung“ zu beschäftigen.

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