Westfalenfleiß Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock tritt in den Ruhestand

Foto: Ralf Spangenberg

Mit Blumen, Geschenken, einem köstlichen Buffet und Liedern zum Mitsingen - begleitet von Leo Michalke am Akkordeon - wurde Westfalenfleiß-Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock nach 27-jähriger Tätigkeit im Unternehmen in den Ruhe­stand ver­abschiedet. 

Rund 100 Gäste - Aufsichts­rat, Geschäfts­führung, Leitungs­kräfte, Mit­arbeitende, Vorsitzende der Bewohner­beiräte, Vorsitzender des Werkstattrates, Kooperationspartner, Weggefährten und Familie -  nahmen die Feier zum Anlass, Gerda Fockenbrocks Wirken bei der Westfalenfleiß GmbH Revue passieren zu lassen, ihr ihre hohe Wertschätzung entgegenzubringen und ein großes Dankeschön auszusprechen. 

Nach einer Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden, Christian Bugzel, skizzierte Doris Langenkamp, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung Gerda Fockenbrocks Werdegang bei der Westfalenfleiß GmbH. 

1992 nahm sie als Geschäftsführerin der Westfalenfleiß GmbH, Arbeiten und Wohnen, mit der Zuständigkeit für die Bereiche `Wohnen´ und `Soziales` ihre Tätigkeit im Unternehmen auf. In Ihrer Rede betonte Doris Langenkamp, dass Gerda Fockenbrock mit hoher Professionalität, Innovationsgeist, großem Engagement und viel Herzblut die Weiterentwicklung der Westfalenfleiß GmbH, insbesondere des Wohnverbundes, geprägt hat. Auf ihre Initiative und unter ihrer Leitung sei neu gebaut, umgebaut und die damals noch bestehenden Doppelzimmer in Einzelzimmer umgewandelt worden. So entstanden kleine Wohngemeinschaften und differenzierte Wohnformen. Alle Maßnahmen hatten zum Ziel, passgenaue Angebote zu schaffen, die den individuellen Bedarfen der Nutzer gerecht werden und Ihnen ein höchstmöglichstes Maß an Privatsphäre gewährleisten. 

Die Lebensqualität der Menschen mit Behinderungen war für Gerda Fockenbrock Ausgangspunkt aller Planungen und allen Handelns. Das traf auch für den Bereich der Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu, in der sie bis 2012 die Leitung des Sozialen Dienstes innehatte. So setzte sie sich in diesen Jahren für die kontinuierliche Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation ein. Handlungsleitend war auch hier, den Beschäftigten ihrem jeweiligen Bedarf entsprechende Angebote der beruflichen Rehabilitation machen zu können. 

Von Anfang an lag Gerda Fockenbrock auch das Thema `Vernetzung´ sehr am Herzen, um Kompetenzen zu bündeln und Synergieeffekte zu schaffen.  Sie hat intensiv mit anderen Trägern und Institutionen zusammengearbeitet. In Münster und auch überregional hat sie in unterschiedlichen Gremien mitgewirkt, um sich politisch stark zu machen für die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen mit Behinderung und ihre unbehinderte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft.

„Du hast stets den Menschen im Focus gehabt bei gleichzeitig professionellem Blick auf die Organisation. Wenn man Geschäftsführung ganzheitlich ausüben kann, dann ist dir das gelungen“, fasste Doris Langenkamp zusammen und bedankte sich herzlich im Namen der Gesellschafter und des Unternehmens.

Dem Dank schloss sich auch Prof. Klaus-Michael Müller, Vorsitzender des Fördervereins Kultur und Freizeit und der Dieter-Kunath-Stiftung, an. Zur Freude der Gäste brachte er sein Resümee – insbesondere auch Gerda Fockenbrocks Engagement für den Westfalenfleiß-Gospelchor - in witzigen Versen zum Ausdruck. 

Walburga Langes als Vertreterin der Bewohnerbeiräte war ebenfalls voll des Lobes: „Sie hatten stets ein offenes Ohr für uns, haben sich Zeit für Gespräche genommen und sich immer für uns eingesetzt.“ 

Die Wohnbereichsleitungen überbrachten Abschiedsworte und eine Zusammenfassung der konstruktiven Zusammenarbeit mit Gerda Fockenbrock im Rahmen eines musikalischen Beitrags. Gut gelaunt stimmten die Gäste in den Refrain mit ein. 

Sichtlich gerührt bedankte sich Gerda Fockenbrock bei den Gesellschaftern, dem Aufsichtsrat, den Mitarbeitenden und allen Gästen für die gute gemeinsame Zeit. Sie wünschte Hubert Puder und ihrem Nachfolger, Norbert Winter, der am Festabend kurzfristig verhindert war, ein auch zukünftig gelingendes Wirken für das Unternehmen, Westfalenfleiß GmbH Arbeiten und Wohnen.

Hubert Puder betonte zum Schluss: „Seit viereinhalb Jahren sind wir zusammen in der Geschäftsführung tätig. Die Tätigkeit mit dir  hat mir vom ersten Tag an Freude gemacht. Du hast mich damals als neuen Kollegen vorbehaltlos angenommen und wir haben uns mit unseren Kompetenzen gut ergänzt.“ Er überreichte ihr ein Fotobuch mit Bildern verschiedener Ereignisse von 1992 bis heute und 27 langstielige rote Rosen – für jedes Dienstjahr eine. Mit dem, von allen Gästen gemeinsam gesungenen, dazu passenden Lied: `Für dich soll´s rote Rosen regnen´ fand die emotionale Abschiedsfeier einen runden Ausklang.

Zurück