Mit einem weinenden und einem lachenden Auge – Abschied von Wohnbereichsleiterin Marija Olbrich

Nach 25 Jahren Tätigkeit als Wohnbereichsleiterin ist Marija Olbrich nun in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Im Café Klatsch am Kesslerweg wurde sie von der Geschäftsführung, den Wohn­bereichs­leitungs-Kollegen, Team­leitungen, Mit­arbeitenden und Weggefährten feierlich verabschiedet.

„Du hast Dich bei uns intensiv eingebracht, Dein Weggang wird eine große Lücke reißen“, drückte Hubert Puder, Sprecher der Geschäftsführung, der Rentnerin, die er schon aus früheren AWO-Zeiten seit langem kennt, sein Bedauern aus. Er wünsche ihr gleichzeitig alles Gute für ihren dritten Lebensabschnitt.     

Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock schloss sich diesen Worten in ihrer Abschiedsrede an: „Ich kann nicht sagen, dass ich mich uneingeschränkt freue, heute diese Rede für Sie zu halten. Das liegt nicht daran, dass ich nicht gerne eine Rede für Sie halte, sondern es ist der Anlass dieser Rede, der Abschied bedeutet. Ich tue es mit einem weinenden und einem lachenden Auge – und ich glaube, Ihnen ergeht es genauso.“

Das lachende Auge gönne ihr von Herzen diese nun kommende Lebensphase. Sie sei sich sicher, dass Marija Olbrichs Ruhestand sehr lebendig, abwechslungsreich und alles andere als ruhig, im Sinne von Stillstand, sein werde. Das weinende Auge bedauere zutiefst, dass eine so überaus angenehme, wertschätzende und vertrauensvolle Zusammenarbeit von über 25 Jahren nun ihr Ende finde.

Gerda Fockenbrock skizzierte vor den anwesenden Gästen auch kurz den Werdegang Marija Olbrichs bei der Westfalenfleiß GmbH. Seit Eröffnung der Wohnstätte Telgte 1993 war sie dort als Wohnbereichsleitung tätig. Später war sie dann auch verantwortlich zunächst für das Appartementhaus am Albersloher Weg und dann für die Wohngemeinschaft am Zwi-Schulmann-Weg. Darüber hinaus hatte sie die Leitung großer, mehrjähriger Projekte für den Wohnverbund inne, so zum Beispiel die Projekte „Sozialführerschein“ und „Freiwilligenmanagement“, den Westfalenfleiß–Kalender sowie die Dokumentation und Hilfeplanung. Im Jahr 2003 hat sie zusätzlich zu der Leitung stationärer Wohnbereiche, die Leitung des neu ans Netz gehenden Fachdienstes Ambulant Unterstütztes Wohnen (AUW) übernommen.

Am Ende bedankte sich Gerda Fockenbrock ausdrücklich bei der Ruheständlerin für ihren überaus hohen Einsatz und bei ihrer – auch auf der Feier anwesenden -  Familie, dass sie ihr berufliches Engagement immer mitgetragen haben. Gleichzeitig wünschte sie Marija Olbrich für die jetzt kommende Zeit alles erdenklich Gute und einen erfüllten dritten Lebensabschnitt.

Marija Olbrich selbst fiel der Abschied ebenfalls sichtlich schwer. Arthur Schnitzler habe einmal gesagt: „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut“.  Und je näher dieser Tag bevorgestanden habe, desto bewusster seien ihr diese Worte geworden. Und so betrachte auch sie diesen Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Sie nehme Abschied nicht nur von einer Tätigkeit, die für sie vielmehr Berufung als Beruf gewesen sei, sondern auch von vielen lieben Menschen, Unterstützern, Mitstreitern und treuen Weggefährten, die sie jetzt schon sehr vermisse. Nun sei es jedoch Zeit den Blick zu wenden und in einer Richtung zu gehen.

Auch sie bedankte sich bei den Anwesenden: „So lange war ich gerne hier und dafür danke ich Ihnen und euch allen von Herzen!“

Die Wohnbereichsleitungs-Kollegen verabschiedeten sich mit humorvollen selbstgedichteten Versen. Sie zeigten mit ihrem Gedicht Marija Olbrichs Tätigkeit im Unternehmen auf. Zur Erinnerung überreichten sie ihr ein Bild mit dem Titel ´Wohin`. Damit solle symbolisch dargestellt werden, dass Marija Olbrich vielen Menschen mit Rat und Tat zur Seite gestanden und einen Weg in die Zukunft aufgezeigt habe.

Nach so vielen bewegenden Worten strich sich so mancher Gast verstohlen eine Träne aus dem Auge. Es gab Blumen, Geschenke, Umarmungenund weitere gute Wünsche. Bei einem leckeren Buffet fand diese gelungene Abschiedsfeier dann schließlich ihren Ausklang.

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