Meine Welt - Deine Welt - Unsere Welt: Begegnungstag „Miteinander unterwegs“

Bewohner der Westfalenfleiß-Wohnstätte Telgte trafen sich mit einer Gruppe von jugendlichen Firmlingen der St. Mariengemeinde Telgte zu einem Begegnungstag. Diese Veranstaltung fand im zweiten Jahr in Folge im Rahmen der  Kooperation der Wohnstätte mit der St. Mariengemeinde als Teil  der Firmkatechese statt. Begleitet wurden die neun Schüler und sechs Bewohner durch die Teamleitung Ute Steinbrecher, die Mitarbeiterin Jacqueline Krappe, die Koordinatorin für den Sozialführerschein und Freiwilligenmanagement, Anne Schulte und den Leiter der Jugendpastoral der St. Mariengemeinde, Christian Winnemöller.

Den Bewohnern und Schülern sollte dieses Treffen Gelegenheit geben,  sich kennen zu lernen, mehr übereinander zu erfahren und Gemeinschaft zu erleben.

Zunächst stellten sich Schüler und Bewohner mit Hilfe mitgebrachter persönlicher Gegenstände vor. Ein Schüler z.B. präsentierte ein mittels einer Drohne geschossenes Foto, da ihn die kleinen Flugobjekte faszinieren. Eine andere Schülerin hatte ihre Ballettschuhe  dabei. Bewohner Michael Hartmeyer zeigte eine CD von dem Sänger Heino, dessen größter Fan er ist. Mittels Bildkarten, die verschiedene Gegenstände aus dem häuslichen Umfeld und Alltag der Beteiligten zeigten, kamen alle miteinander ins Gespräch und stellten Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede ihrer jeweiligen Lebenswelten fest.

In der anschließenden Kleingruppenarbeit lernten sich Bewohner und Schüler noch besser kennen. Alle waren engagiert dabei und sehr interessiert, mehr übereinander zu erfahren. Spontan entwickelte sich ein Kicker-Match von gemischten Mannschaften aus Jugendlichen und Menschen  mit Behinderung.  Besonders viel Spaß machte allen Teilnehmern das gemeinsame Kochen. Eingeteilt in kleine Gruppen aus Bewohnern und Schülern bereiteten sie zusammen ein leckeres Mittagessen zu. Da schnibbelten  Bewohner und Schüler gemeinsam  Gemüse für den Salat, schmeckten die Nudelsoße ab und rührten die Nachspeise an.

Ein gemeinsamer  Impuls- Spaziergang Richtung Wohnstätte, machte schließlich das „Miteinander Unterwegs Sein“ konkret erlebbar. Beim Abschluss in der Wohnstätte Telgte reflektierten die Teilnehmer den gemeinsam verbrachten Tag. „Es hat Spaß gemacht. Und es war schön zu sehen, dass wir alle zusammen gehören, ob mit oder ohne Behinderung“, so Schüler Timo Heming. „Gut war´s“, fand auch Bewohner Michael Hartmeyer.

Ute Steinbrecher lobte das große Engagement und Interesse der Jugendlichen. Beeindruckt zeigte sich auch Pastoralreferent Christian Winnemöller von der gegenseitigen Offenheit aller Beteiligten: „Einander kennen zu lernen ist der erste Schritt für ein gutes Miteinander hier in der Stadtgemeinde, aber auch insgesamt in der Gesellschaft. Dieses Angebot von Westfalenfleiß als festes Element in der Firmkatechese ist sehr schön, denn es bietet den Jugendlichen eine gute Möglichkeit, die Lebenswelt von Menschen mit Behinderungen kennen zu lernen und somit eine andere Perspektive einzunehmen.  Das Erlebnis von Gemeinschaft von Menschen mit und ohne Behinderung ist eine sehr bereichernde Erfahrung, die die Jugendlichen im Leben begleiten wird“.

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