10 Jahre Wohngemeinschaft der Westfalenfleiß GmbH Arbeiten und Wohnen am Zwi-Schulmann-Weg

Den Garten maritim geschmückt und alle im Seemannslook – so feierten die Bewohner und Mitarbeiter der Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung der Westfalenfleiß GmbH unter dem Motto „Traumschiff“ mit zahlreichen Gästen ihr 10-jähriges Jubiläum.

Im Juni 2003 zogen 12 Menschen mit Behinderung aus ihrem Elternhaus oder aus einer großen Wohnstätte, in der sie teilweise noch in Doppelzimmern wohnten, in das damals neu erbaute Haus der Westfalenfleiß GmbH am Zwi-Schulmann-Weg  in ihre eigenen Einzelzimmer. In kleinen Wohngruppen zu je vier Bewohnern mit gemeinschaftlichem Wohnzimmer; Küche, Balkon und Garten fanden die Menschen mit Handicap ein neues, familiäres Zuhause. „Früher habe ich mich mit meiner Zimmernachbarin auch mal an die Köpfe gekriegt. Das war ab meinem Umzug vorbei“ erinnert sich Bewohnerin Michaela Grewe. „Auch, dass wir einen eigenen Haus- und Briefkastenschlüssel bekamen, war für uns neu und wir fanden das toll“, resümiert sie weiter.

Heute ist das Schnee von gestern. Nach nunmehr 10 Jahren ist es für  die Bewohner Alltag, hier zu leben  und eigenverantwortlich ihren Haushalt zu führen. “Der Umzug damals war ein weiterer Schritt in die Selbstständigkeit, den die Bewohner meisterhaft bewältigt haben“, freut sich Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock. Wohnbereichsleiterin Marija Olbrich ergänzt: „Die Bewohner fühlen sich hier pudelwohl und sind sehr gut in die Nachbarschaft integriert –sie kümmern sich auch um ihr räumliches Umfeld. Sie haben zum Beispiel in diesem Jahr im Rahmen der „Aktion Sauberes Münster“ in der näheren Umgebung den achtlos weggeworfenen Müll eingesammelt und übernehmen so soziale Verantwortung“.

Mit  allen Bewohnern und deren Angehörigen, Geschäftsführung und Mitarbeitern der Westfalenfleiß GmbH sowie Nachbarn und Freunden wurde nun anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Wohngemeinschaft ein inklusives Gartenfest mit Kaffee und Kuchen, Gegrilltem und Kaltgetränken sowie Rückblick auf die letzten Jahre gefeiert.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten der Saxophonist Georg Sobotta, die Kinder des benachbarten Familienzentrums „Janusz-Korczak-Haus“ und die Bewohner selbst mit einem extra für das Fest einstudierten Lied.

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