Gewaltmanagement im Wohnverbund der Westfalenfleiß GmbH

Stolz präsentierten Benno Söntgerath und  Michèle Lorenz, beide langjährige Mitarbeitende im Wohnverbund der Westfalenfleiß GmbH, ihre Zertifikate über die erfolgreich abgeschlossene Zusatz-Ausbildung zum Deeskalationstrainer bzw. zur Deeskalationstrainerin – Schwerpunkt Menschen mit Behinderung. Geschäfts­führerin, Gerda Fockenbrock und ihr Nachfolger, Norbert Winter, ließen sich mit großem Interesse von den beiden berichten, was sie in ihrer Zusatz-Ausbildung gelernt haben und wie das Erlernte praktisch zur Anwendung gebracht werden kann. Ebenso demonstrierten die beiden Absolventen der Geschäftsführung anschaulich Möglichkeiten körperlicher Interventionstechniken.  Die Geschäftsführung gratulierte den beiden Mitarbeitenden zu ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss und trug gemeinsam mit ihnen Ideen zusammen, welche der Schulungs-Inhalte bei Westfalenfleiß gut nutzbar sind.  

„Das Thema Gewalt ist in verschiedener Weise in unserem Alltag präsent. Die Erscheinungsformen von Gewalt im Bereich Wohnen sind vielfältig. Im Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichsten individuellen Bedarfen und Bedürfnissen kann es zu Grenzverletzungen, Übergriffen oder auch zu Gewalthandlungen kommen “, erklärt Gerda Fockenbrock. Deshalb habe die Geschäftsführung Rebecca Schäfer, Bereichsleitung im Wohnverbund, mit dem Projekt Gewaltmanagement im Wohnverbund beauftragt. „Dafür wird das bereits vorhandene Konzept zur Gewaltprävention um die Themen Intervention und Nachsorge erweitert“, fügt Norbert Winter hinzu.

Ein Baustein stellt die Zusatzausbildung der beiden Mitarbeitenden zum Deeskalationstrainer dar. Diese Ausbildung absolvierten sie beim Institut ProDeMa. ProDeMa ist ein umfassendes, mehrfach evaluiertes, patentiertes und urheberrechtlich geschütztes Präventionskonzept zum professionellen Umgang mit Gewalt und Aggression. Für alle Bereiche des Gesundheits- und Sozialwesens gibt es speziell auf die jeweiligen Betreuten zugeschnittene Konzepte und Schulungsinhalte, um eine maximale Praxistauglichkeit zu erreichen.

Zuvor hatten Benno Söntgerath und Michèle Lorenz bereits Seminare zur Gewaltprävention bei Carlos Escalera, Diplom-Pädagoge (Universität Madrid) und stellvertretender Leiter des Beratungszentrums mit Schwerpunkt `Umgang mit Aggression und Gewalt´ besucht. Bereits seit vielen Jahren gibt es im Wohnverbund der Westfalenfleiß GmbH das von Carlos Escalera geschulte  KUK-Team, das bei Bedarf kollegiale Unterstützung zur Konfliktbewältigung bei Menschen mit einer geistigen Behinderung und herausfordernden Verhaltensweisen leistet.

„Bei der Erweiterung des bestehenden Gewaltmanagement-Konzeptes ist die Idee, den Ansatz von ProDeMa und den von Carlos Escalera, miteinander zu verbinden“, erläutert Rebecca Schäfer das weitere Vorgehen.

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