„Die Arbeit hier hat unser Leben geprägt“…

…darin sind sich Monika Brünen und Marion Hoffmann einig. Seit 25 Jahren arbeiten die beiden Frauen bei der Westfalenfleiß GmbH und dafür bedankte sich Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock - auch im Namen von Hubert Puder, Sprecher der Geschäftsführung - mit Blumen und Geschenken sowie einem köstlichen Mittagessen im Café Gut Kinderhaus. 

„Mich beeindruckt nach so vielen Jahren immer noch, wie zufrieden die meisten Menschen mit Behinderung sind und wie sie sich über Kleinigkeiten freuen können“, erzählt Monika Brünen, die als Mitarbeiterin im Gruppendienst der Wohnstätte Telgte arbeitet. „Sie genießen auch die kleinen Freuden des Lebens und darüber denke ich dann auch oft in Bezug auf mein eigenes Leben nach.“ 

Marion Hoffmann, Mitarbeiterin in der Wohnstätte Gut Kinderhaus, hat durch ihre Arbeit ebenso einen anderen Blick auf die Welt bekommen. „Wenn ich durch die Stadt gehe, fällt mir immer auf, wie viele Stellen in Münster noch immer nicht barrierefrei zugänglich sind, auch wenn sich im Lauf der letzten 25 Jahre in der Hinsicht schon viel getan hat.“ Auch ihr Bewusstsein in Bezug auf die Themen Krankheit und Behinderung habe sich verändert. „Ich empfinde oft Demut und Dankbarkeit, dass wir in unserer Familie nicht mit so vielen Barrieren zu kämpfen haben, wie die Familien, die einen  Angehörigen mit Behinderung haben.“ 

Was sich aus ihrer Sicht in den letzten 25 Jahren geändert habe, wurden die beiden von Gerda Fockenbrock gefragt. Die Antwort fiel den beiden Mitarbeiterinnen nicht schwer: „Die Bewohner leben Gott sei Dank derzeit deutlich mehr selbstbestimmt. Heute begegnen sich Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe, das war nicht immer so.“ 

Beim gemütlichen Beisammensein wurden dann noch weiter erlebte Geschichten erzählt und Erinnerungen ausgetauscht. So manche Anekdote aus dem langjährigen Arbeitsleben ließ die Anwesenden noch lange nachher schmunzeln. 

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