Dem Wort verpflichtet – ein Besuch im Aschendorff-Verlag

Seit einigen Jahren beteiligen sich Beschäftigte der Werkstatt am Kesslerweg unter Anleitung von Paul Kreimer, Mitarbeiter im Berufsbildungsbereich am Projekt „Klasse!“ Das ist eine Aktion des Medienhauses Aschendorff, das jungen Menschen Kompetenzen im Umgang mit Medien und den Spaß am Zeitung lesen vermitteln soll. Aus dem Projekt war auch die Idee für die Ausstellung „Die Welt bei Westfalenfleiß zu Hause“ entstanden, die Paul Kreimer und Tobias Koop, Mitarbeiter im Sozialdienst, zusammen mit einigen Beschäftigten zusammengestellt haben. Doerthe Rayen, Redakteurin der Westfälischen Nachrichten, hatte in diesem Zusammenhang nun die Teilnehmer des Projektes zu einer Führung im Unternehmen Aschendorff eingeladen.

Anhand eines Imagefilms stellte WN-Mitarbeiter, Sebastian Bülter, den Besuchern die Geschichte und die Grundsätze des Medienhauses vor. „Die Qualität und Wahrheit der Informationen hat oberste Priorität. Wir bleiben dem Wort auch in Zukunft verpflichtet“, war dort zu hören.  Die Gäste staunten nicht schlecht als sie erfuhren, dass werktäglich rund 230.000 gedruckte Exemplare der Zeitung rund 610.000 Leser erreichen und dass dafür dort 850 Mitarbeiter in 40 verschiedenen Berufen tätig sind. Auch den Ausführungen zum technischen und zeitlichen Ablauf des Druckvorganges lauschten die Besucher gebannt.

Beim anschließenden Rundgang durch das Haus konnten die Teilnehmer alte Druckmaschinen betrachten, den Redaktionsraum sehen sowie die Maschinen in der Transporthalle und in der Druckerei bestaunen. Ein absolutes Highlight stellte der Gang in das Papierlager dar. 30 Rollen Papier würden pro Tag verarbeitet, um alle täglich erscheinenden Zeitungen zu drucken, erklärte Sebastian Büter. Wenn man sie ausrolle, könne man eine Strecke von Münster nach München damit auslegen.

„Es war sehr interessant, sich das anzusehen und zu erfahren, wie eine Zeitung hergestellt wird“, resümierte am Ende Michael Tovar. Dass so viel Arbeit hinter einer einzigen Zeitung stecke, sei ihm nicht bewusst gewesen. Voller Eindrücke bedankten sich die Besucher bei Doerthe Rayen für die Einladung und bei Sebastian Bülter für die Informationen. „Sie haben das richtig gut und anschaulich erklärt“, lobte Michael Tovar. Der Angesprochene bedankte sich seinerseits bei den Gästen. „Sie haben sehr großes Interesse gezeigt und so viele Fragen gestellt. Die Führung mit Ihnen hat mir besonderen Spaß gemacht.“

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