
Aufrag und Ziele der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
Die WfbM der Westfalenfleiß GmbH ist eine Einrichtung zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben.
Sie steht denjenigen Menschen offen, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden können.
Durch die Auswahl an spezifischen Arbeitsangeboten und geeigneten Fördermaßnahmen soll die individuelle Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen entwickelt, erhöht oder wiedergewonnen werden.
Arbeits- und persönlichkeitsfördernde Angebote der Werkstatt haben zum Ziel, die berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderungen zu sichern und die persönlichen Kompetenzen zu fördern.
Gesetzliche Grundlagen sind SGB IX, §§ 39 ff und §§ 136 ff sowie SGB XII, §§ 54 ff.

Das Angebot der WfbM
Zur Erfüllung des beruflichen und sozialen Eingliederungsauftrags bietet die WfbM:
- Eingangsverfahren und Berufsbildungsmaßnahmen
- Berufliche Eingliederung an Arbeitsplätzen im Arbeitsbereich
einschließlich des "Arbeitsbereiches für schwerstmehrfachbehinderte Menschen" (AFS)
- Förderung von Übergängen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
- Arbeitsbegleitende Maßnahmen und Angebote

Der Aufnahmeweg
Der Erstkontakt kommt in der Regel zustande über die Schulen, durch Vermittlung der Arbeitsagentur, durch andere Einrichtungen oder durch persönliche Kontaktaufnahme mit dem Sozialen Dienst.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Sozialen Dienst der WfbM informieren und beraten Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige und gesetzliche Betreuer.
Zur persönlichen Orientierung und Entscheidungsfindung wird ein Praktikum in der WfbM angeboten.
Zuständig für den Aufnahmeantrag und die Prüfung der Aufnahmevoraussetzungen ist die Agentur für Arbeit.
Im Fachausschuss erfolgt die Prüfung der Zugehörigkeit zum Personenkreis, die Entscheidung über die Aufnahme und die Beratung über Art und Dauer berufsfördernder Maßnahmen.
Der Berufsbildungsbereich
Der Berufsbildungsbereich (BBB) ist eine berufsfördernde Maßnahme, die in der WfbM durchgeführt wird. Die Maßnahme dauert zwei Jahre.
Ziel der Maßnahmen im BBB ist es, die individuelle Leistungsfähigkeit zu entwickeln, zu erhöhen oder wieder zu gewinnen und die Persönlichkeit des Teilnehmers zu fördern.
Die Teilnehmer werden auf eine berufliche Eingliederung in einem Arbeitsbereich der WfbM, an externen WfbM - Plätzen oder auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet.
Kostenträger der Leistungen im BBB ist die Agentur für Arbeit oder ein anderer Träger der beruflichen Rehabilitation (z.B. Renten- oder Unfallversicherungsträger).

Der Arbeitsbereich
Die Aufnahme in den Arbeitsbereich erfolgt in der Regel im Anschluss an eine Berufsbildungsmaßnahme.
Die Auswahl des Arbeitsplatzes erfolgt nach den Neigungen und Fähigkeiten des Beschäftigten und wird durch orientierende Praktika vorbereitet.
Kostenträger im Arbeitsbereich ist in der Regel der überörtliche Träger der Sozialhilfe (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) im Rahmen der Eingliederungshilfe für Behinderte.
Beschäftigte im Arbeitsbereich sind kranken- und rentenversichert.
Ein monatliches Arbeitsentgelt wird nach den gesetzlichen Vorgaben aus den Produktionserlösen der WfbM gezahlt. Ergänzend erhält jeder Beschäftigte - bis zu einer Gesamtauszahlung von monatlich 325,- € - ein Arbeitsförderungsgeld in Höhe von monatlich 26,- € durch den überörtlichen Sozialhilfeträger.

Die Betreuung und Förderung
im Arbeitsbereich
Die WfbM stellt die individuellen Hilfen sicher, die die Beschäftigten während des Tages benötigen, um einer Tätigkeit nachzugehen.
Hierzu gehören notwendige Hilfen bei der Selbstversorgung, pflegerische Maßnahmen, Möglichkeiten der Entspannung und Regeneration sowie persönliche Beratung und Unterstützung bei der Lösung von Problemen.
Die Verfahren der Betreuung und Förderung sind im Qualitätsmanagement-Handbuch beschrieben und nach DIN EN ISO 9001: 2000 zertifiziert.
Die Betreuung und Anleitung am Arbeitsplatz erfolgt durch Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter. Diese Mitarbeiter/innen sind Meister oder Gesellen mit mehrjähriger Berufserfahrung und einer sonderpädagogischen Zusatzausbildung, bzw. einer Zusatzqualifikation zur staatlich geprüften Fachkraft zur Arbeits-und Berufsförderung.
Für und mit jedem Beschäftigten wird eine individuelle Planung (Begleitplanung) der beruflichen Eingliederung entwickelt und fortgeschrieben. Dabei wird die unmittelbare Förderung am Arbeitsplatz durch Maßnahmen zur beruflichen Qualifizierung und zur persönlichen Entwicklung ergänzt.
Als weitere Fachkräfte sind Ergotherapeuten, Heilerziehungspfleger und Arbeitserzieher tätig.
Die begleitenden Dienste und Angebote der WfbM
Sozialer Dienst
Begleitender medizinischer Dienst
Arbeitsbegleitender Sport
Arbeitsbegleitende Bildungsmaßnahmen (ABM)
Einzelförderung und Kreativangebote
Spezielle Angebote für gehörlose Beschäftigte
Zahnärztlicher Dienst
Betriebsarzt

Bildung, Qualifizierung und Freizeitangebote
für Menschen mit Behinderungen
Im Rahmen der arbeitsbegleitenden Bildungsmaßnahmen bietet die WfbM die Teilnahme an Schulungen, Kursen und internen Qualifizierungen an.
Bei den Angeboten der Werkstattsport-Gemeinschaft (z.B. Fußball, Speckbrett, Schwimmen, Tennis) treffen sich interessierte Beschäftigte und Mitarbeiter außerhalb der Arbeitszeit zu sportlichen Aktivitäten.
Informationen über Angebote zur privaten Freizeitgestaltung können durch den Sozialen Dienst vermittelt werden.
... so erreichen Sie uns:
Westfalenfleiß GmbH
Arbeiten und Wohnen
Hauptwerkstatt und Verwaltung
- Sozialer Dienst -
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