Konzeption
Im heutigen Berufs- und Arbeitsleben wird sehr viel Wert darauf gelegt, sich beruflich und persönlich weiterzubilden. Dies gilt auch für Menschen mit Behinderungen. Der Alltag in der WfbM lässt kaum Zeit und Raum für neue innovative Ideen und Wege zur beruflichen und sozialen Qualifizierung von Menschen mit Behinderungen, die schon einige Jahre in einer Werkstatt für Behinderte arbeiten. Wir Menschen entwickeln uns durch unsere tägliche Arbeit weiter. Fast jeder kennt im Laufe seines Berufslebens den Wunsch, einmal etwas ganz neues auszuprobieren, sich neuen Herausforderungen zu stellen, die eigenen Möglichkeiten und Grenzen neu zu definieren. Diesen Wunsch haben auch Menschen mit Behinderungen.

Hier etwas zu verändern ist das Ziel dieses Projektes.


Zielgruppe:

Beschäftigte der WfbM der Westfalenfleiß GmbH.


Ziel:

Verstärkte berufliche und soziale Qualifizierung von 15 Beschäftigen der WfB der Westfalenfleiß gGmbH.

Qualifizierung mit dem Ziel der Vermittlung auf den freien Arbeitsmarkt.

Weiterbildung der Beschäftigten durch:
1. intensive Auffrischung lange zurückliegender theoretischer und praktischer beruflicher Kenntnisse
2. oder durch theoretische und praktische Qualifizierung in Schlüsselqualifikationen in neuen Berufsbereichen.
3. zusätzliche Stärkung der sozialen Kompetenz.


Zeitraum:

2 Jahre


Beginn:

01.01.2003


Teilnehmer:

bis zu 15 Beschäftigte der WfB für psychische kranke Menschen


Inhalte:

Vermittlung von zusätzlichem beruflichem Grundwissen für das Handwerk und das Dienstleistungsgewerbe, Küche, Bäckerhandwerk, Verwaltung oder andere, nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Beschäftigten abzuklärende Berufsbereiche.
Förderung der sozialen Kompetenz.
Die Inhalte der zusätzlichen Qualifizierung müssen mit der persönlichen
Perspektivplanung jedes Beschäftigten übereinstimmen.
Maximal 25 % der Beschäftigungszeit (100 %) sollte für diese zusätzliche berufliche und soziale
Qualifizierung genutzt werden.
Diese 25 % teilen sich wie folgt auf:
15 % theoretische und praktische berufliche Qualifizierung
10 % soziale Qualifizierung – soziales Kompetenztraining


Lerninhalte:

Theoretische und praktische berufliche Qualifizierung (15 %):

  • · Arbeitsschutz und Unfallverhütung

  • · Gerätepflege

  • · Arbeiten mit Geräten

  • · Materialkunde

  • · Arbeitsplanung

  • · Lagerhaltung

  • · Arbeiten mit dem PC

  • · Schreibarbeiten, Ablage

  • · Fachkunde

  • · Aufarbeitung schulischer Defizite in Mathematik und Deutsch

Lehrgänge sollten so weit wie möglich mit einem Zertifikat enden. Kosten für Lehrgänge, die der Träger nicht mit eigenem Personal anbieten kann, sollten übernommen werden.

Soziale Qualifizierung – soziales Kompetenztraining (10 %):

  • · Stärkung der sozialen Kompetenz

  • · Abbau von Lernblockaden

  • · Übungen zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit, Ausdauer

  • · Vermittlung von Lernstrategien

  • · Kommunikationstraining

  • · Konfliktbewältigung

  • · Teamarbeit


Durchführung von Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (10 %)

Hierbei kann es sich nur um eine beispielhafte Aufzählung handeln. Die Perspektivplanung für die berufliche und soziale Qualifizierung kann nur mit und für jeden einzelnen Beschäftigten und sehr individuell gestaltet werden.


Aufgaben der Fachkräfte:


Sozialer Dienst:

Durchführung verschiedener Einzel- und Gruppenrunden zur Verbesserung der sozialen Kompetenz der Teilnehmer.


Fachlehrer:

Im Rahmen des Fach- und Stützunterrichtes sollen Defizite im allgemeinen und im berufsbildenden Bereich gezielt aufgearbeitet werden. Einzelunterweisung als auch Gruppenunterricht sind Bestandteile des Projektes.



In Absprache mit der Werkstattleitung und der Projektleitung obliegt den Fachkräften die Koordination des gesamten Projektes. Die im Projekt gemachten Erfahrungen werden gesammelt und in der Abschlussdokumentation zusammengestellt.

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